• Schritt 1: Erfassung der energetischen Ausgangssituation
  • Schritt 2: Ermittlung der Potenziale zur Energieeinsparung
  • Schritt 3: Ermittlung der Potenziale für erneuerbare Energien
  • Schritt 4: Prüfung möglicher Umsetzungsprojekte
  • Schritt 5: Akteursdialog
  • Schritt 6: Entwicklung einer künftigen Energiestrategie

Energienutzungspläne

Die Bayerische Staatsregierung möchte die Kommunen in die Lage versetzen, die Energieversorgung in ihrem Hoheitsgebiet zu koordinieren und alle Potenziale möglichst effizient zu nutzen. Denn in der Vergangenheit sind zwar viele neue Energieprojekte umgesetzt worden, jedoch lag in den meisten Fällen oft kein effizientes Gesamtkonzept vor, das mögliche Synergien miteinander verknüpft. So wurden beispielsweise Biogasanlagen oder Tiefe-Geothermie-Projekte ohne Wärmenutzung umgesetzt und in manchen Fällen macht eine gemeinschaftliche Wärmeversorgung auch wirtschaftlich mehr Sinn, als viele Einzellösungen.

 

Deshalb unterstützt die Bayerische Staatsregierung Gemeinden, Städte und Landkreise bei der Aufstellung eines Energienutzungsplans, welcher als informelles Planungsinstrument (vergleichbar mit dem Grundgedanken eines Flächennutzungsplanes) eine geordnete Strategie für künftige Energieprojekte darstellt.

 

Energienutzungspläne werden i.d.R. in folgenden Bearbeitungsschritten aufgestellt:

 

  Schritt 1: Erfassung der energetischen Ausgangssituation im Untersuchungsgebiet  
  Schritt 2: Ermittlung der Potenziale zur Energieeinsparung und Energieeffizienzsteigerung  
  Schritt 3: Ermittlung der Potenziale zur Nutzung regionaler erneuerbarer Energien  
  Schritt 4: Prüfung möglicher Umsetzungsprojekte und Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs  
  Schritt 5: Akteursdialog  
  Schritt 6: Entwicklung der künftigen Energiestrategie  

 

Der räumliche Bezug ist dabei sowohl für die Bestands- und Potenzialanalyse als auch für die Konzeptentwicklung von großer Bedeutung. Nur wenn bekannt ist, wie Energiebedarf, Energieinfrastruktur, Energiepotenziale sowie mögliche Einsparungen räumlich verknüpft sind, können optimale Lösungen für die nachhaltige Energieversorgung einer Gemeinde gefunden werden.

 

Wärmekataster als zentrales Element:

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Die Energiewende wird nur gelingen, wenn sowohl im Strom- als auch im Wärmebereich alle Potenziale genutzt werden. Deshalb ist das Wärmekataster das zentrale Element eines Energienutzungsplans. In ihm werden alle Informationen zum Wärmebedarf innerhalb der Gemeinde dargestellt. Neben den Wärmebedarfen der privaten Haushalte, der kommunalen und öffentlichen Liegenschaften, den Liegenschaften des Bereichs Gewerbe, Handel, Dienstleistung (GHD) wird hier auch der Energiebedarf vorhandener Industrieunternehmen und deren Produktionsstätten dokumentiert.

 

Auf dieser Basis können fundierte Aussagen über Wärmebedarfsdichten getroffen und Maßnahmen für eine effiziente Wärmeversorgung entwickelt werden. Wichtigste Kennzahl ist in diesem Zusammenhang die Wärmebelegungsdichte. Mit ihr lässt sich abschätzen, ob gemeinschaftliche Wärmeversorgungssysteme wirtschaftlich betrieben werden können.

 

Detailanalysen für Wärmeversorgungskonzepte:

Machbarkeitsstudien

Ist die Wärmebedarfs- und -belegungsdichte bekannt, können darauf aufbauend Detailanalysen erfolgen. Auf Basis der Wärmebedarfe können gemeinschaftliche Wärmeversorgungssysteme berechnet und simuliert werden. Auf diese Weise gibt ein Energienutzungsplan bereits Aufschluss über konkrete, wirtschaftlich umsetzbare und nachhaltige Energieprojekte.

 

Maßnahmen und Energiestrategie:

Energiestrategie

Aus den ermittelten Potenzialen und den Detailanalysen wird anschließend ein Maßnahmenkatalog entwickelt. Aus ihm gehen wirtschaftlich umsetzbare Projekte und deren Zeithorizont für die Umsetzung hervor. In einer mit der Kommune abgestimmten Energiestrategie werden diese Maßnahmen geordnet und systematisiert. Die Kommune wird also in die Lage versetzt, die zukünftige Entwicklung der Energieversorgung im Rahmen ihrer Möglichkeiten effizient zu gestalten und zu steuern.

 

Weitere Elemente:

Wie weiter oben bereits beschrieben wird, können in Energienutzungsplänen viele weitere Elemente untersucht werden. Hierzu gehören beispielsweise die  Einspar- und Effizienzsteigerungspotenziale der kommunalen Liegenschaften oder die im Bereich der Straßenbeleuchtung.

 

Durch die Erfahrung sowohl aus der konzeptionellen Analyse für ganze Städte und Gemeinden als auch aus der Betreuung einer Vielzahl erfolgreich umgesetzter Energieprojekte ist die EVF - Energievision Franken GmbH der richtige Partner für die Aufstellung eines Energienutzungsplans. Gerne helfen Ihnen unsere erfahrenen Mitarbeiter weiter, wenn Sie Fragen zu Energienutzungsplänen und den Inhalten haben.

Ansprechpartner

Wenn Sie Fragen zu Energiekonzepten haben, hilft Ihnen folgender Mitarbeiter der EVF - Energievision Franken GmbH gerne weiter:

 

M Ralf

Dipl.-Geograph (Univ.)


Ralf Deuerling

Projektmanagement


Telefon: 0951 - 93 29 09 47
E-Mail: deuerling@energievision-franken.de

 

 

Referenzen

Machen Sie sich ein Bild von unserer Arbeit und schauen Sie sich unsere Referenzprojekte an.

 

 

Förderungen

Für die Erstellung von Energie-nutzungsplänen stellt das das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie (StMWMET) bayerischen Kommunen Fördermittel zur Verfügung.

 

Mehr Informationen hierüber finden Sie in unserer Infothek.

 

 

Hinweis für kleine Kommunen

Ein Energiennutzungsplan kann auch für einen Kommunalverbund (z.B. ILE- Region), einen Landkreis oder nur für einen Teilbereich einer Kommune (z.B. Neubau- oder Nahwärmenetzgebiet) aufgestellt werden.

 

 

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